Nahaufnahme eines niedlichen jungen Kalbs, das im Stroh liegt. Kalb liegt im Stroh in einem Milchviehbetrieb in der Scheune. Neugeborenes Kalb ruht sich auf einem Strohbett aus.

Methodik

Die Methodik hinter unserer Bewertung

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Tierwohl erkennen – mit dem STS-Label-Kompass bewusst einkaufen.
Wollen Sie wissen, wie es den Tieren wirklich geht, die wir für die Produktion von Fleisch, Milch und Eiern nutzen? Der STS-Label-Kompass vom Schweizer Tierschutz STS hilft Ihnen dabei – transparent, unabhängig und leicht verständlich.

Unsere Bewertungen basieren auf einem mehrstufigen, unabhängigen Verfahren, das auf wissenschaftlich fundierten Tierwohl-Kriterien beruht. So erhalten Sie klare, nachvollziehbare Informationen zu Tierwohl, Herkunft und Haltung.

Jedes Produkt wird im STS-Label-Kompass nach bis zu 100 spezifischen Kriterien pro Tierart geprüft – wissenschaftlich fundiert, unabhängig und transparent. Dabei bewerten wir alle wichtigen Bereiche der Tierhaltung, wie zum Beispiel:

  • Stallklima und Platzangebot
  • Weidezugang und Auslauf
  • Transportdauer
  • Betäubung und Schlachtmethoden

Alle Kriterien werden auf einer vierstufigen Skala bewertet – von „unbefriedigend“ bis „sehr gut“. Besonders wichtige Punkte wie Weidehaltung oder Lichtverhältnisse im Stall haben ein höheres Gewicht. Denn jedes Tier verdient frische Luft, Bewegung und respektvolle Behandlung.

Der Label-Kompass prüft bis zu 100 Anforderungen, die in 14 zentrale Tierschutz-Kriterien eingeteilt sind. Sie zeigen genau, wie möglichst artgerecht Tiere vom Stall bis zur Schlachtung gehalten werden:

Kontrollen & Transparenz

  • Erfolgen die Kontrollen regelmässig, unangemeldet und unabhängig?
  • Hat der Schweizer Tierschutz STS Einsicht in die Resultate?

Warenfluss & Rückverfolgbarkeit

  • Werden alle Tiere eines Betriebs gleich behandelt?
  • Ist die gesamte Tierwohlkette vom Hof bis ins Regal transparent?

Unversehrtheit und Gesundheitsvorsorge

  • Bleiben die Tiere körperlich unversehrt (z. B. kein Kupieren von Schwänzen)?
  • Werden schmerzhafte Eingriffe nur mit Schmerzausschaltung durchgeführt?
  • Gibt es Verletzungsgefahren, z. B. durch perforierte Böden?

Einsatz von Medikamenten

  • Werden Antibiotika nur bei Krankheit eingesetzt?
  • Gibt es ein lückenloses Behandlungsjournal?
  • Wird auf leistungssteigernde, antimikrobielle Mittel verzichtet?

Fütterung & Wasserversorgung

  • Gibt es genügend Futterplätze?
  • Erhalten die Tiere möglichst artgerechtes Futter (z. B. Heu und Vollmilch für Kälber)?
  • Stammt das Soja aus nachhaltigem Anbau?

Luft, Licht, Lärm & Temperatur

  • Haben die Tiere Zugang zu Tageslicht und frischer Luft?
  • Wird nachts das Kunstlicht ausgeschaltet?
  • Ist das Stallklima angenehm – nicht zu heiss, kalt oder laut?

Stallplatz & Stallgestaltung

  • Wie viel Platz hat jedes Tier?
  • Sind Anbindehaltung oder Einzelhaltung erlaubt?
  • Gibt es eine Begrenzung bei der Tieranzahl?

Auslauf im Freien

  • Dürfen die Tiere nach draussen?
  • Ist der Auslauf jederzeit zugänglich?
  • Ist die Fläche gross genug und möglichst möglichst tiergerecht gestaltet?

Weidehaltung

  • Haben die Tiere täglich Zugang zur Weide?
  • Ist die Weide gross, natürlich bewachsen und gut zugänglich?

Arttypisches Verhalten ermöglichen

  • Werden die Tiere in Gruppen gehalten?
  • Gibt es eingestreute Liegeflächen, Sitzstangen für Hühner oder Beschäftigung für Schweine?
  • Können Kälber bei ihrer Mutter bleiben?

Zucht & Tiergesundheit

  • Werden Tiere so gezüchtet, dass sie gesund bleiben?
  • Wird auf extreme Leistungszucht verzichtet, die das Wohl der Tiere gefährdet?

Transportbedingungen

  • Wie lange dauern Transporte?
  • Werden die Tiere schonend behandelt?
  • Entsprechen Rampen und Fahrzeuge den Tierwohl-Anforderungen?

Schlachtung & Betäubung

  • Erfolgt die Betäubung korrekt und zuverlässig?
  • Wie lange warten die Tiere im Schlachthof?
  • Wird Tierleid in der letzten Lebensphase möglichst vermieden?

Faire Bedingungen für Landwirt:innen

  • Werden Produzent:innen fair entlohnt?
  • Ist die Abnahme gesichert, wenn die Tierwohl-Vorgaben erfüllt sind?

Diese 14 Kriterien machen sichtbar, was viele Labels verschweigen. Sie helfen Ihnen, Produkte zu finden, bei denen Tiere respektvoll behandelt werden – vom Stall bis ins Verkaufsregal. Alle Bewertungen sind offen einsehbar – vom Gesamtwert bis zum kleinsten Detail.

So sehen Sie genau, welche Labels echte Tierwohl-Standards erfüllen – und welche nicht.

Was bedeutet „Punkte bis zur Bestwertung“? Je kleiner die Zahl, desto besser.

„Punkte bis zur Bestwertung“ zeigt, wie viele Tierwohl-Kriterien des STS noch nicht erfüllt sind.

  • 0 Punkte bis zur Bestwertung = Alle Anforderungen des Schweizer Tierschutzes STS sind erfüllt.
  • Eine hohe Zahl bedeutet = Es gibt noch einiges zu tun, bis alle Anforderungen des Schweizer Tierschutzes STS erfüllt sind.

Selbst bei 0 Punkten bis zur Bestwertung ist klar: Tiere werden gehalten und geschlachtet. Doch ihr Leben davor ist so möglichst artgerecht, respektvoll und natürlich gestaltet, wie es unter realen Bedingungen möglich ist.

Sehr gut = Besonders hohe Tierwohlstandards – sehr empfehlenswert

Gut = Gute Tierwohlstandards – empfehlenswert

Ausreichend = Mindestanforderungen erfüllt – bedingt empfehlenswert

Unbefriedigend = Mindestanforderungen nicht erfüllt – davon raten wir ab

Selbst bei 0 Punkten bis zur Bestwertung ist klar: Tiere werden gehalten und geschlachtet. Doch ihr Leben davor ist so möglichst artgerecht, respektvoll und natürlich gestaltet, wie es unter realen Bedingungen möglich ist.

Tierwohl auf einen Blick – schnell, verständlich, transparent

Mit einem Klick sehen Sie direkt die Bewertung für Produkt oder Label. Das Ampelsystem macht die Ergebnisse leicht verständlich und nachvollziehbar – für bewusste Kaufentscheidungen.

Unser Ziel: Eine Landwirtschaft mit Zukunft

Wir setzen uns ein für eine Landwirtschaft, in der Tierwohl und Transparenz keine leeren Worte sind, sondern gelebte Realität. Sie als Konsumierende sollen bewusst und mit gutem Gewissen wählen können.

Der STS-Label-Kompass macht sichtbar, was sonst verborgen bleibt – damit Sie mit gutem Gewissen für mehr Nutztierschutz entscheiden können.

Eine Gruppe Schweine die von oben in einem Stall

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